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Oscar meets Kristof meets Oscar

Es ist ein nebliger Novembertag in Deutschland. Oscar steht bei uns im Herbstwald und freut sich wie Bolle über die Laubblätter und den Nieselregen. Vor wenigen Wochen eine ähnliche Szene: Kristof steht im Urwald und blickt sich staunend im üppigen Grün des Dschungelgartens um. Es ist ein schwüler Oktobertag in Kolumbien.

Irgendwie ist es ein wenig verrückt, dass Oscar uns in Deutschland besucht hat, wenn man bedenkt, dass er vorher noch nie sein Land verlassen hat. Auch für Kristof war es seine erste Reise nach Südamerika. Uwe lassen wir mal außen vor, denn aufgrund seiner Berufserfahrung mit 20 Jahren Reisen nach Südamerika, ist er ganz relaxt, egal ob er ein im Dschungel oder im Herbstwald steht.

Oscar ist Kakaokleinbauer und Präsident der Kooperative Guardabosques de la Sierra Nevada de Santa Marta. Kristof hat ihn auf unserer letzten Reise nach Kolumbien kennengelernt. Das Ziel der Reise war der Aufbau und die Intensivierung unserer Beziehungen zu Kakaokleinbauern- und bäuerinnen und ihren Kooperativen. Das ist geglückt. Kristof und Uwe haben bei den Guardabosques großartigen Kakao gefunden. Die Philosophie und Idee der Guardabosques deckt sich mit unserer und es entwickelt sich ein persönliches Vertrauensverhältnis, wie wir es uns gewünscht haben.

Oscars Zwischenstopp bei uns in Deutschland ist natürlich nicht einfach so passiert. Oscar hat mit seiner Kooperative den kolumbianischen Kakaopreis gewonnen und erhielt die Einladung samt Flug nach Paris zur weltgrößten Schokoladenmesse – dem ›Salon du Chocolat‹. Wenn er schon mal in Europa ist, wollte er die Chance nutzen und uns – trotz grauem Herbstnieselwetter – besuchen kommen. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass zu diesem Zeitpunkt unser geplantes Produktrelease war – verrückt.

Von den kleinen Momenten, wie die im Herbstwald und im Dschungel haben sich während der gegenseitigen Besuche einige abgespielt. Während Kristof sich für Oscars traumhaftes Baumhaus mit Schaukel in den Dschungel begeisterte, fand Oscar Kristofs Altbauwohnung besonders schön. Equivalent dazu, dass Kristof Arepa (Maisfladen) und Reis zum Frühstück für sich entdeckte, verspeiste Oscar mit Appetit das körnige Vollkornbrot. Im Supermarkt um die Ecke wollte Oscar unbedingt die Braunschweiger Mettwurst probieren. Kristof schnabulierte sich in Kolumbien hingegen durch das Angebot der dortigen Tropenfrüchte.

Was uns alle durch die Begegnung mit Oscar berührt hat, war die simple Erfahrung wie wertvoll es ist, wenn der Andere die eigene Welt mit seinen neugierigen Augen betrachtet. Oscar wollte natürlich unbedingt, dass wir ein Foto von ihm im Herbstwald machen. Er fand das einfach sehr beeindruckend und wird es zuhause als Erinnerungsfoto zeigen. Kristof hat natürlich auch einen Selfie von sich im kolumbianischen Dschungel gemacht. Aus dem gleichen Grund.

Wie schön, dass wir im faszinierten Blick des anderen das Besondere im eigenen Alltäglichen wiederentdecken.

Der Kakao der Guardabosques hat nicht ohne Grund den Preis gewonnen. Nicht nur weil er kulinarisch so überaus überzeugend ist möchten wir ihn gerne für unsere Schokoladen verwenden, sondern auch da er in einer der beeindruckendsten Regionen der Erde hoch biodivers angebaut wird und zahlreichen Familien eine sichere Lebensgrundlage bietet.

Deshalb möchten den Gewinn aus unserer ersten Edition unbedingt in den Kakao der Guardabosques reinvestieren. Dabei zählen wir natürlich auf euch. Stöbert doch mal durch unseren Shop, erzählt es Freunden und Bekannten weiter oder gebt uns Tipps, wer noch von Cacao de Paz erfahren sollte. Falls ihr noch ein Geschenk mit Sinn sucht, wie wäre es zum Beispiel mit unserem Kennenlernset?